Hachenburg

Bauarbeiten an der Pfarrkirche Hachenburg

Der sich sichtbar zur Seite neigende Sakristeiumgang muss abgerissen werden.

Wer einfach vom Alten Markt in die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt geht, merkt es wahrscheinlich derzeit nicht einmal, wer aber um das Gebäude herumgeht, dem wird es sofort auffallen: Der kleine Gang, der vom Eingang der Sakristei hinter dem Chorraum in die Kirche führt, ist derzeit eingerüstet.

Hintergrund: Schon vor einigen Jahren haben sich zwischen diesem Sakristeiumgang und der eigentlichen Außenwand der Kirche Risse und Absetzungen gezeigt. Die statische Untersuchung ergab, dass der Sakristeiumgang sich von der Kirche wegbewegt, dass also diese Risse mit der Zeit immer größer werden, bis eine Standsicherheit nicht mehr gewährleistet ist. Deswegen musste bereits im Jahr 2021 eine Maßnahme zur Notsicherung umgesetzt werden.

Im Nachgang zu dieser Notsicherung wurde in Absprache mit dem Diözesanbauamt, der kirchlichen Denkmalpflege und dem begleitenden Architekten beschlossen, den abgängigen Umgang abzureißen. Da die Wiedererrichtung zu kostspielig erschien, wurde hierauf verzichtet, so dass in Zukunft ein offener Gang von der Sakristei zur Kirche führen wird und zusätzlich hinter dem Hochaltar ein weiterer direkter Zugang von der Sakristei zur Kirche geschaffen wird. Die entsprechenden Pläne wurden schon Anfang des Jahren 2023 vorgelegt, die Maßnahme selbst aber wegen vieler Abstimmungsfragen immer wieder aufgeschoben.

Nun aber ist es tatsächlich soweit und die Abbruchmaßnahmen beginnen am Montag, den 9. Februar tatsächlich. Im Inneren der Kirche wird davon nichts zu spüren sein. Anders als am vergangenen Sonntag vermeldet, wird auch am 8. Februar der Sonntagsgottesdienst nicht ohne Strom stattfinden müssen - die Elektriker konnten alles rechtzeitig umbauen. Diese Maßnahme musste vorgenommen werden, da im Sakristeiumgang bislang auch die Unterverteilung, also der Stromkasten der Kirche, saß, von dem aus sowohl das Licht als auch die Glocken gesteuert werden.

Schließzeit im Hochsommer

Die Unterverteilung kann jedoch nicht auf die bisherige Art und Weise einfach an einem anderen Ort wiederhergestellt werden. Da sie längst nicht mehr den Standards entspricht, muss sie ausgetauscht werden und mit ihr auch die Verkabelungen in der Kirche. Zusätzlich bekommt die Kirche im Rahmen der schon 2016 begonnenen Sanierungsmaßnahmen eine neue Beleuchtung. Diese Maßnahmen sollen ab den Sommerferien in Angriff genommen werden. Dann wird die Kirche für einige Wochen geschlossen werden und die Gemeinde in den Pfarrsaal ausweichen müssen.

Die Erneuerung der Elektrik sowie die Schaffung des neuen Zugangs von Sakristei zur Kirche ist nämlich mit viel Staub verbunden - und der ist Gift für Orgel und hölzerne Einrichtungsgegenstände der Kirche. Sie müssen daher inklusive der Bänke vor Beginn luftdicht eingepackt werden und können dann folglich nicht mehr benutzt werden. Die eigentlichen Maßnahmen, Schaffung eines Zugangs mit Tür und Putzarbeiten an den Sockeln sowie Legen neuer Stromleitungen ist dagegen an sich nicht sehr aufwändig, so dass man hoffen kann, dass im Herbst alle Maßnahmen abgeschlossen sein werden. 

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