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„unterwegs"...von Tür zu Tür

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© unterwegs-Redaktion
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Rückblick von einem, der auszog, das Gemeindemagazin zuzustellen

Bei spätherbstlich-winterlichem Wetter zog ich aus, das Gemeindemagazin der Pfarrei in den per Listen zugeteilten Ortschaften zu verteilen. Straße um Straße, Haus um Haus, Briefkasten um Briefkasten. Es muss zügig im Hellen gemacht werden,  denn abends sind die Namen auf den Listen sowie an den Haustüren und Klingeln manchmal sehr schlecht zu lesen. Trotzdem nehme ich mir hier und da gern die Zeit, mal stehen zu bleiben und mit den Leuten zu reden. Es ist nämlich gut, wenn durch ein Gespräch etwas geklärt werden kann oder eine neue Sicht auf die Dinge entsteht. So zum Beispiel empfängt mich jemand mit dem Ruf, was denn da wohl wieder Christliches gebracht werde. Meine Antwort ist: „Ja, das ist interessant, das sollte man lesen.“ Danach gemeinsames Lachen. Anschließend kritische Bemerkungen zur Kirche. Wieder gemeinsames Lachen. Der Ton wird jedoch langsam versöhnlicher, fast freundlich. Die Kirche tue ja auch Gutes. „Bleib stehen“, denke ich bei mir, „hör ihm weiter zu“. Und siehe da, am Ende kommt das Gefühl auf, mein Gegenüber war ganz froh, etwas von der Kirche zu hören. Freundliche beiderseitige Verabschiedung.

Manchmal ist ein Briefkasten oder eine Ablage nicht sofort erkennbar. Ich suche abends, obwohl ich das vermeiden wollte, im Dunkeln herum. Da erschallt hinter mir der Ratschlag eines Passanten: „Werf es doch einfach durch ein offenes Fenster oder eine offene Tür!“ Für einen Moment denke ich, das wäre eine Lösung, hüte mich aber davor, das zu tun. Schließlich finde ich den Kasten.

Angenehm ist es, wenn freundliche Anwohner sich freiwillig anbieten, für ihre Nachbarn das Heftmagazin anzunehmen und später zu überreichen. Sei es, weil die Nachbarin von der Nachtschicht gekommen ist und das Klappern der Kastenklappe oder gar ein eventuelles Klingeln sie zu Recht stören würde. Oder wenn man wieder keine Ablagemöglichkeit findet und dann vom Anwohner hört: „Sie brauchen nach einem Seiteneingang nicht zu suchen, ich nehme das Heft für den Nachbarn an“.

Vereinzelt wird man auch gefragt, wann das Magazin denn nun verteilt werde, man habe noch keines bekommen. Erstaunt denke ich: „Gut, es gibt also bisweilen sogar Leute, die darauf warten“.

Interessant war das Reden mit dem jungen Studenten. Gerade habe ich unsere Gemeindebroschüre bei ihm an der Haustür eingeworfen, als er herauskommt und sich ein Gespräch über das Studium, den Sport und auch das Gemeindemagazin entwickelt. Obwohl die drei Punkte zunächst nur wenig miteinander zu tun zu haben scheinen, ergibt sich ein anregendes Gespräch über sie, weil sich das Ganze gegenseitig kommunikativ entwickelt, jeder von uns hat mit dem Lehramt zu tun, bestimmte Sportarten interessieren uns, nur über das Heft muss ich ein paar Informationen geben.

Günter Hummes

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