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Kinder-und Jugendarbeit trotzt Corona

Kinder-und Jugendarbeit trotzt Corona
Kinder-und Jugendarbeit trotzt Corona
© Florian Ahr
© Florian Ahr

Corona-Sommer 2020 – War was?

Durch Corona stand ab Anfang März alles still! Schulen zu, Kitas zu, Büros zu, Gaststätten zu, Schwimmbäder zu und vieles mehr. Quasi das gesamte öffentliche Leben stand still. Mittlerweile läuft vieles wieder einiger Maßen normal, oder wie es in den Kitas lange Zeit hieß: „Eingeschränkter Regelbetrieb“

Auch in unserer kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit stand und steht vieles noch still. Das betraf neben den regulären Treffen der Erstkommunionvorbereitung und der Ministranten-Treffen auch unsere größeren Aktionen für den Sommer. Das Vater-Kind-Wochenende und unser Kinderzeltlager. Da eine komplette Absage keine Option war, gab es auch hier, den sogenannten „Eingeschränkten Regelbetrieb“

Vater-Kind-Wochenende

Statt mit knapp 40 Personen vom 19.-21. Juni und dem Motto „Abenteuer in der Wildnis“ auf Vater-Kind-Zelten zu fahren, hieß „Abenteuer im Vorgarten“. Interessierte Väter waren aufgerufen im eigenen Vorgarten die Zelte auf zu bauen und so den Vorgarten zu einem Abenteuer werden zu lassen. Gemeindereferent Florian Ahr hatte im Vorfeld und während der Tage immer wieder Videos gedreht und online gestellt und den Vätern so wichtige Tipps gegeben, damit das Abenteuer nicht in einem Chaos endet. In den Tutorials erfuhr der interessierte Abenteurer, wie man Feuer ohne Streichholz und Feuerzeug macht, wie man ohne Teekessel einen Tee kocht, wie man einen Überlebensgürtel herstellt und Werkzeug aus echtem Holz herstellt. Neben heiteren Videos für zwischendurch („Der Limonadenbaum“ und „Wasserader finden – leicht gemacht“) wurden aber vor allem Experimente und Aktionen für zwischendurch vorgestellt.

Wie viele letzten Endes dem Aufruf den Vorgarten zu einem Abenteuer werden zu lassen gefolgt sind, kann man nicht sagen. Die Rückmeldungen waren in jedem Fall positiv. Nächstes Jahr fahren wir aber gerne wieder richtig weg.

Übrigens: Die Videos zum nach machen sind nach wie vor online! Wer seinen Vorgarten zum Abenteuer machen möchte, muss nur den Youtube-Kanal unseres Gemeindereferenten aufrufen (fors1cht): https://www.youtube.com/channel/UC1MX8_OC5R3zz6gCmaII2hg/videos?view_as=subscriber

Kinderzeltlager

Auch unser Kinderzeltlager stand langer auf der Kippe, als aber von öffentlicher Seite grünes Licht für Ferienangebote gegeben wurde, war im gesamten Zeltlager-Team sofort klar: Wir wollen den Kindern unbedingt ein Ferienangebot machen. Und so wurde aus unserem Kinderzeltlager ein „Kinderzeltlager – to go!“:

weniger Tage, weniger Kinder, mehr Regeln, kein Abendessen, keine Übernachtung, kein Frühstück...aber trotzdem genauso viel Spaß!!!. Das Motto „Der Fluch des Manitu“ wurde beibehalten. Überpünktlich (übrigens über die gesamten drei Tage) brachten die Eltern ihre Kinder Montagmorgens zum Zeltplatz. Und so hieß es bereits um kurz nach neun „Hau kola!“ Passend zu unserem Lagermotto " Der Fluch des Manitu" drehte sich alles um die Welt der Indianer. Nach den Corona-Einweisungen wurden Stämme gegründet, Mund-Nase-Schutz gestaltet und aus Naturmaterialien ein Totem gebastelt. Von fliegenden Büffeln ohne Beine, verrückten Federn, wilden Bären, bis zu einem vergessenem dicken Günther war alles dabei! Nachmittags stand dann eine Indianerprüfung an. Alle haben ihr Bestes gegeben, doch nur ein Stamm kann am Ende gewinnen... Am Zweiten Tag wurde es zunächst kreativ. "Indianer-Workshops" standen auf dem Programm: Tomahawks, Armbänder, Traumfänger, Filzbeutel und Batiken. Nachmittags war dann bei sengender Hitze Schatzsuche angesagt. Alle Rätsel wurden erfolgreich gelöst und so gab es zur Belohnung für alle ein Eis! Am letzten Tag stand "Mein Häuptling kann!" auf dem Programm. Ein Wettbewerb in dem die Betreuer Alles für ihre Stämme getan haben, mit zwei glücklichen Stämmen als Sieger. "Die verrückten Federn" und "Die schnellen Füchse" setzten sich in einem abwechslungsreichen Wettkampf durch. Nachmittags kam dann unser traditionelles Rollenspiel. Passend zum Thema gilt es für die Kinder Rätsel zu lösen und sich so durch eine spannende Geschichte zu arbeiten. Dieses Jahr mussten die Kinder dem verzweifelten Indianerhäuptling "Tatanga Mani" helfen, seine im Sterben liegende Tochter „Anpetuwi“ zu retten. Mutig stellten sie sich dem gefährlichen Eisenbahner und den abgehalfterten Westernhelden und konnten die Häuptlingstochter schließlich mit "Akita' mani' yo" retten.
Abgeschlossen wurde das Zeltlager dann mit einer zünftigen Wasserschlacht. Alles in Allem eine gelungene Veranstaltung. Mit Übernachtung wäre es aber schöner gewesen - hoffentlich dann wieder im nächsten Jahr - Mani wastete yo!

Übrigens: Auch im nächsten Jahr planen wir wieder ein Kinderzeltlager. Wahrscheinlich von Sonntag 01.08.21 bis Freitag 06.08.2021 werden wir uns auf die Spuren von Asterix und Obelix begeben.

Florian Ahr

 

© Florian Ahr
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