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Gesegnete Weihnachten wünscht Pfarrer Winfried Roth

Gesegnete Weihnachten wünscht Pfarrer Winfried Roth
Gesegnete Weihnachten wünscht Pfarrer Winfried Roth
© Pixabay
© Rudi Grabowski
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Stern über Bethlehem, zeig uns den Weg

So singen wir es an Weihnachten. Wir singen von dem Stern von der Sternstunde der Menschheit. Unser Weihnachtspfarrbrief hat ihn als zentrales Motiv.

Wer kennt sie nicht: Sternstunden. Und wer sie nicht kennt, der ersehnt sie. In Sternstunden offenbart sich der Himmel. Gerade wenn ich im Dunkeln tappe, nur noch schwarzsehe, mir das Leben eine Nachtwanderung zumutet, kann mich diese Erfahrung ereilen, so wie man Sterne nur in der Nacht sieht. Erfahrungen, wie sie viele in diesen dunklen von Corona geprägten Zeiten machen müssen.

Gerade in diesen Tagen auf Weihnachten hin und am Fest selbst, geben wir dieser Sehnsucht Raum und gestalten mit Sternen unsere Zimmer, als wollten wir den Himmel in unsere Häuser holen.

Sterne: schon immer waren sie von großer Bedeutung für die Menschheit. Sie sind richtungweisend, zeigen wo es lang geht. Menschen schauen auf den Stern, die Sonne und verfolgen seine Bahn. Im Osten geht sie auf, im Orient. Damit bietet sie Orientierung. Sternstunden sind dort, wo mir ein Licht aufgeht, wo ich ins Leben zurückfinde, mich neu orientiere.

An Weihnachten feiern wir mit der Geburt des göttlichen Kindes: mit ihm ist der Welt das Licht aufgegangen. Er weicht der Dunkelheit nicht aus, er wird in sie hineingeboren.

Kein Gott, der von oben herab die Menschheit sich selbst überlässt, sondern sich ins Leben einmischt, um allen auch im Dunkel nahe zu sein.

Hirten kommen von den Feldern, Weise aus dem fernen Morgenland wollen Näheres erfahren, wollen neues wissen. Der Stern führt sie, dem gehen sie nach. Er bleibt über dem stehen, der zum Licht werden soll, der Vielen eine Sternstunde geschenkt hat. Damit wird mir verheißen, nicht mit meinen dunklen Seiten alleine zu bleiben, zugesagt, dass aus der Nacht Verheißung blüht, dass Orientierung immer wieder möglich ist. Dem sollten wir nachgehen. So wünsche ich uns, dass wir gerade in diesen Tagen berührt werden von etwas, das einem Stern gleich, etwas in unser Leben hineinfällt, das uns Hoffnung schenkt. Die Hoffnung, dass alles Warten in Empfangen mündet.

Ich wünsche Ihnen allen im Namen des Verwaltungs- und Seelsorgeteams

Gesegnete Weihnachten

Pfarrer Winfried Roth

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