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Das neue Gemeindemagazin „unterwegs" ist erschienen

Das neue Gemeindemagazin „unterwegs" ist erschienen
Das neue Gemeindemagazin „unterwegs" ist erschienen
© Rudi Grabowski
© Rudi Grabowski
© Rudi Grabowski

Editorial

„unterwegs“ geht in die 4. Auflage. Sie unterscheidet sich dieses Mal wesentlich von ihren Vorgängerinnen.  Weniger wird es diesmal um Ereignisse gehen, die stattgefunden haben, Menschen denen wir sie verdanken, oder um das, was wir planen. Wir wollen es grundsätzlicher angehen.

Rudi Grabowski hat es mit seiner Karikatur auf den Punkt gebracht. Mit unserem Bischof stehen wir alle tatsächlich vor der spannenden Frage was verbaut Gläubigen eigentlichen den Zugang zur Kirche. Oder, weil es müßig ist, über diese Fragen nachzudenken, wie können wir  den Menschen wieder Zugang verschaffen. Wie öffnet sich die Tür zum Glauben, wie gewinnt Glauben Raum.

Wenn man als Wanderer unterwegs ist, spielt die Bodenbeschaffenheit natürlich eine wichtige Rolle. Wenn man als Gläubiger unterwegs ist, ist es genauso wichtig sich Gedanken zu machen über den Boden. Also: was ist es, was einen trägt, wie ist man geerdet, was ist Fundament, was ist Grundlage? Immer geht es um den Grund, den, der trägt und den, der uns auf dem Weg hält.

Deswegen werden sich unsere Autoren intensiv mit dem auseinandersetzen, was unsere Grundlage sind, die wesentlichen Dinge, die zu unserem Glauben dazu gehören.

Zweierlei ist mir dabei wichtig.

  • Wenn man in diese Zeit schaut, entdeckt man, es die Zeit der „Events“. Es muss immer so richtig was los sein. Da könnten wir mitmachen, wir haben manches an Events zu bieten. Aber wie nachhaltig ist das? Sollten wir uns nicht eher auf das besinnen, was uns als Kirche, als Gemeinschaft der Glaubenden eigentlich ausmacht, was Fundamente sind, die uns tragen, was uns als Kirche als Auftrag gegeben ist, kurz wie wir Zeugen unserer frohen Botschaft werden?
  • Glaube hat immer mit persönlichen Erfahrungen zu tun. Nie geht es alleine darum, bloß Riten ein-  oder abzuhalten. Das macht Glauben zu etwas äußerlich Gelebtem, was innerlich leer bleibt.

Wir setzen an dem Punkt an, den sicher viele kennen. Da bist mittendrin in einem Ereignis, im Gespräch mit Menschen, alleine auf dem Weg oder an einem Ort, der Dir etwas bedeutet. Und dann öffnet sich ein Raum auf etwas Größeres hin. Ausgelöst durch einen Schlüsselreiz, den man sich selbst nicht erklären kann.

Und da sind wir dann bei unseren Glaubensräumen. Das sind Orte, das sind Begegnungen, das sind Wege, das sind Gespräche bei denen man persönlich berührt wird. So berührt, dass neuer Raum, Freiraum entstehen kann auf etwas Größeres hin, dass ich nicht machen kann, dass mir Geschenk ist.

So erzählen uns dieses Mal Menschen von Erfahrungen, die sie persönlich machten, als sie im Normalen, das Besondere erlebten, weil auf einmal ein neuer Raum entstanden ist. Ein Glaubensraum.

 Sie erzählen es in der Hoffnung, dass sich viele an Ähnliches erinnern. Das sind Glaubensträume.

Winfried Roth
Pfarrer

 

© Rudi Grabowski
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